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Altenmarkt

Altenmarkt - malerisch umrahmt von Bergen und Wäldern
Die Landschaft um Altenmarkt stand schon im 12. Jahrhundert unter einheitlichem Besitz und war durch ihre strategische Lage gegen den Osten bedeutend.


Seine Pfarre - die älteste im oberen Triestingtal - bestand möglicherweise schon, bevor 1136 der babenbergische Markgraf Leopold III. diese wichtige Herrschaft an Österreich brachte. Im schlichten Mauerwerk des anmutigen spätgotischen Chors der Pfarrkirche atmet noch die Vergangenheit. 

Johannes-Kirche in Altenmarkt

1448 erhielt der Ort von Herzog Friedrich von Österreich das Marktrecht verliehen, "damit es mit dem Namen vereinbarlich sei".

Die Rotten Tasshof und Sulzbach

Entfernt man sich ein Stück von Altenmarkt in Richtung Berndorf erreicht man die zu Altenmarkt gehörenden Rotten Tasshof und Sulzbach.

Tasshof

Aufgrund der günstigen Lage an der Triesting, die es ermöglichte Wasserräder zu errichten, entstanden hier vor über 150 Jahren etliche Betriebe. Darunter natürlich Mühl- und Sägebetriebe, aber auch eine Zementstampfe und eine Baumwollspinnerei, die zeitweise bis zu 80 Arbeiter beschäftigte. Die Wasserräder sind verschwunden, heute zeugt nur mehr mehr das alte, ehemalige Arbeiterwohnhaus von diesen Betriebsansiedlungen.

Sulzbach

Sulzbach gehörte bis 1367 zur Herrschaft Araburg. In diesem Jahre tauschte es Abt Johann I. von Conrad dem Arberger ein, womit Sulzbach seit dieser Zeit zur Herrschaft Klein-Mariazell gehört. Sulzbach gehört zu Altenmarkt, war aber lange Zeit nach Pottenstein eingepfarrt.

In einem geschützten Kessel liegend, hat Sulzbach eine schöne Lage. Früher war es hauptsächlich wegen seinem "Meerauge" bekannt. 

Zu seiner Entstehung gibt es folgende Legende: Bis zum Jahre 1787 war hier eine mehr oder weniger ebene Ackerfläche. Im September 1787 fuhr Matthias Zott mit seinem zweirädrigen, mit ein Paar Ochsen bespannten Mistkarren über den Acker, als plötzlich der Einbruch erfolgte und sich die Einbruchstelle augenblicklich mit Wasser füllte. Karren und Ochsen fielen dem Ereignis zu Opfer, während sich Zott mit Mühe gerade noch retten konnte.

Dieses "Meerauge" ist ein Teich von 8 bis 10 m Tiefe. Dieser hat sich in einer Einbruchstelle, die durch Auslaugung der im Boden vorhandenen Mineralien entstanden ist, gebildet. Unweit des Teiches sprudelt eine Quelle, deren Wasser purgierende Wirkung auf Mensch und Tier hat. Es wurde früher von vielen Leuten zur Förderung der Verdauung getrunken. Hierbei handelt es sich um eine Gips-Kochsalz-Quelle.